Ernährung und Eliminationsdiät bei Autoimmunerkrankungen

Ein per­sön­lich­er Erfahrungs­bericht über den Weg zu ein­er verträglichen Ernährung mit ME/CFS und Hashimo­to

Als mein Kör­p­er mir nach und nach immer deut­lich­er sig­nal­isierte, dass etwas nicht stimmte, begann eine Reise, die mich tiefer in die Welt der Ernährung und ihrer Auswirkun­gen auf chro­nis­che Erkrankun­gen führte, als ich es mir je hätte vorstellen kön­nen. Die Diag­nose Hashimo­to war der erste Wen­depunkt, doch mit ME/CFS – Myal­gis­che Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syn­drome – kamen Symp­tome hinzu, die mein Leben grundle­gend verän­derten. Eines davon betraf aus­gerech­net etwas so Alltäglich­es wie das Essen: meine Ver­dau­ung rebel­lierte auf eine Weise, die ich nicht für möglich gehal­ten hätte.

Plöt­zlich vertrug ich Lebens­mit­tel nicht mehr, die jahre­lang prob­lem­los auf meinem Speise­plan ges­tanden hat­ten. Was gestern noch ging, löste heute Beschw­er­den aus. Dieser unberechen­bare Zus­tand zwang mich dazu, meine Ernährung grundle­gend zu über­denken – und führte mich zur Elim­i­na­tions­diät.

Was ist ME/CFS und warum betrifft es die Verdauung?

ME/CFS ist eine kom­plexe, chro­nis­che Erkrankung, die das zen­trale Ner­ven­sys­tem, das Immun­sys­tem und den Energiestof­fwech­sel bet­rifft. Das Haupt­symp­tom ist die soge­nan­nte Post-Exer­tionelle Neu­roim­mune Entkräf­tung (PENE) oder Post-Exer­tionelle Malaise (PEM): Nach kör­per­lich­er, geistiger oder emo­tionaler Anstren­gung ver­schlechtert sich der Zus­tand für Tage oder Wochen drama­tisch.

Was viele nicht wis­sen: Bei ME/CFS treten häu­fig beglei­t­ende Erkrankun­gen auf, darunter Ver­dau­ungsstörun­gen wie das Reiz­darm­syn­drom. Lebens­mit­tel, die zuvor prob­lem­los ver­tra­gen wur­den, wer­den plöt­zlich zum Stresstreiber. Oft spie­len dabei auch His­t­a­min­in­tol­er­anzen und das soge­nan­nte Mastzel­lak­tivierungssyn­drom (MCAS) eine Rolle – Zustände, bei denen der Kör­p­er überempfind­lich auf ver­schieden­ste Sub­stanzen reagiert, darunter auch Nahrungs­be­standteile.

Diese Ver­dau­ung­sprob­leme sind keine Ein­bil­dung und keine Bagatelle. Sie beein­trächti­gen nicht nur die Leben­squal­ität erhe­blich, son­dern auch die Nährstof­fauf­nahme – in ein­er Sit­u­a­tion, in der der Kör­p­er ohne­hin schon am Lim­it arbeit­et.

Die Eliminationsdiät: Ein strukturierter Weg zur Klarheit

Als ich begann, mich mit Elim­i­na­tions­diäten zu beschäfti­gen, war ich zunächst über­wältigt von der Fülle an Infor­ma­tio­nen und wider­sprüch­lichen Ratschlä­gen. Eine Elim­i­na­tions­diät ist im Grunde ein diag­nos­tis­ches Werkzeug: Man ent­fer­nt für einen bes­timmten Zeitraum poten­tiell prob­lema­tis­che Lebens­mit­tel voll­ständig aus der Ernährung, um dem Kör­p­er die Möglichkeit zu geben, zur Ruhe zu kom­men. Anschließend führt man die Lebens­mit­tel einzeln und kon­trol­liert wieder ein, um her­auszufind­en, welche tat­säch­lich Beschw­er­den aus­lösen.

Der Prozess erfordert Geduld und Diszi­plin. Typ­is­cher­weise begin­nt man mit ein­er stren­gen Elim­i­na­tion­sphase von zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit isst man nur Lebens­mit­tel, die als wenig aller­gen und gut verträglich gel­ten: meist bes­timmte grüne Gemüs­esorten, wie Brokkoli und Zuc­chi­ni, und mageres Fleisch oder Fisch. Danach fol­gt die Wiedere­in­führungsphase, in der man alle drei bis vier Tage ein neues Lebens­mit­tel hinzufügt und beobachtet, wie der Kör­p­er reagiert. Ich habe alle vier bis fünf Tage ein neues Lebens­mit­tel einge­führt um auch die länger verzögerten Reak­tio­nen richtig zuord­nen zu kön­nen.

Für mich war dieser Prozess erhel­lend und frus­tri­erend zugle­ich. Erhel­lend, weil ich endlich ver­ste­hen kon­nte, was meinem Kör­p­er gut­tut und was ihm schadet. Frus­tri­erend, weil die Liste der Unverträglichkeit­en länger wurde, als ich gehofft hat­te. Doch am Ende hat­te ich Klarheit und damit die Möglichkeit, gezielt zu han­deln.

Histaminintoleranz und MCAS: Die unsichtbaren Übeltäter

Während mein­er Recherchen stieß ich immer wieder auf das The­ma His­t­a­min. His­t­a­min ist ein Boten­stoff, den unser Kör­p­er selb­st pro­duziert und der in vie­len Lebens­mit­teln natür­lich vorkommt, beson­ders in solchen, die fer­men­tiert, gereift oder lange gelagert wur­den. Bei Men­schen mit His­t­a­min­in­tol­er­anz kann der Kör­p­er His­t­a­min nicht aus­re­ichend abbauen, was zu vielfälti­gen Symp­tomen führen kann: Kopf­schmerzen, Hautrö­tun­gen, Ver­dau­ungs­beschw­er­den, Herzrasen.

Bei ME/CFS tritt häu­fig das Mastzel­lak­tivierungssyn­drom (MCAS) auf. Mastzellen sind Immun­zellen des ange­bore­nen Immun­sys­tems, die bei aller­gis­chen Reak­tio­nen His­t­a­min und eine Vielzahl ander­er entzün­dungs­fördern­den Boten­stoffe freiset­zen. Beim MCAS sind diese Zellen über­ak­tiv und schüt­ten ohne erkennbaren Grund große Men­gen His­t­a­min und andere Entzün­dungs­me­di­a­toren aus. Das führt zu ein­er ständi­gen Entzün­dungsreak­tion im Kör­p­er und macht his­t­a­min­re­iche Lebens­mit­tel zu einem Prob­lem.

Eine his­t­a­mi­n­arme Ernährung mei­det daher Lebens­mit­tel wie gereiften Käse, Wurst, Sauer­kraut, Tomat­en, Spinat, Avo­ca­dos, Zitrusfrüchte, Schoko­lade und Alko­hol. Auch lange gelagerte Lebens­mit­tel und Reste vom Vortag kön­nen prob­lema­tisch sein, da sich His­t­a­min mit der Zeit in Lebens­mit­teln anre­ichert. Stattdessen set­zt man auf frische, scho­nend zubere­it­ete Speisen: frisches Fleisch und Fisch, bes­timmte Gemüs­esorten wie Karot­ten, Kür­bis, Brokkoli und Kartof­feln, sowie gluten­freie Lebens­mit­tel.

Lis­ten mit his­t­a­mi­n­ar­men und his­t­a­min­re­ichen Lebens­mit­teln find­et man mit­tler­weile recht gut im Inter­net, etwa auf der Web­site der Schweiz­erischen Inter­es­sen­ge­mein­schaft His­t­a­min-Intol­er­anz (SIGHI) oder in spezial­isierten Apps. Auch FODMAP-Lis­ten kön­nen hil­fre­ich sein, da viele Men­schen mit Ver­dau­ung­sprob­le­men zusät­zlich auf fer­men­tier­bare Kohlen­hy­drate reagieren. FODMAP ste­ht für

Fermentable Oligosac­cha­rides, Disac­cha­rides, Monosac­cha­rides And Poly­ols – eine Gruppe von Kohlen­hy­drat­en, die bei empfind­lichen Men­schen Blähun­gen und Krämpfe aus­lösen kön­nen.

Hashimoto und Ernährung: Mein persönlicher Weg

Die Hashimo­to-Thyreoidi­tis, eine Autoim­munerkrankung der Schild­drüse, war bei mir der Aus­gangspunkt für die Beschäf­ti­gung mit der Elim­i­na­tions­diät. Bei Hashimo­to greift das Immun­sys­tem das Schild­drüsen­gewebe an, was zu ein­er chro­nis­chen Entzün­dung und langfristig zu ein­er Unter­funk­tion führt. Wie auch bei vie­len anderen Betrof­fe­nen ver­schlim­merten sich bei mir Symp­tome bei bes­timmten Lebens­mit­teln. Ins­beson­dere bei Getrei­de und Pseudo­ge­trei­des­orten – vor allem Gluten – aber auch bei Milch­pro­duk­ten und Nachtschat­tengewäch­sen. Diese Lebens­mit­tel ste­hen im Ver­dacht, Entzün­dun­gen zu fördern – sind also poten­ziell entzündlich.

Durch die Elim­i­na­tions­diät fand ich her­aus, welche Lebens­mit­tel meinem Kör­p­er tat­säch­lich zuset­zen. Gluten war ein­er der ersten Kan­di­dat­en, den ich aus mein­er Ernährung strich – und tat­säch­lich besserten sich einige mein­er Symp­tome. Aber es war nicht nur das Gluten. Nach und nach ent­deck­te ich ein kom­plex­es Muster von Unverträglichkeit­en: Lak­tose, Fruk­tose, bes­timmte Hülsen­früchte, Papri­ka, Zwiebeln, Getrei­de, Pseudo­ge­trei­de, Erd­nüsse, Erd­beeren usw.

Die Erken­nt­nis war ernüchternd, aber auch befreiend. Endlich hat­te ich einen konkreten Hand­lungs­plan. Ich wusste jet­zt, welche Lebens­mit­tel ich mei­den musste, um meinem Kör­p­er nicht zusät­zlich zu schaden oder unter Stress zu set­zen. Und ich kon­nte gezielt nach Alter­na­tiv­en suchen, die mir gut­tun.

Meal Prepping: Vorbereitung als Rettungsanker

An beson­ders schw­eren Tagen – in den soge­nan­nten Crashs oder bei Post-Exer­tioneller Malaise – ist selb­st das Zubere­it­en ein­er ein­fachen war­men Mahlzeit eine Her­aus­forderung. Die Energie fehlt, um zu schnei­den, zu kochen, abzuschmeck­en – oder um ein­fach an alles zu denken. In diesen Momenten ist es ein Segen, wenn im Tiefküh­ler eine fer­tige, gesunde Mahlzeit wartet.

Deshalb habe ich für mich das Meal Prep­ping ent­deckt. An guten Tagen, wenn ich die Kraft dazu habe, koche ich große Men­gen vor und friere sie in prak­tis­chen Por­tions­box­en ein. Das bedeutet, dass ich an schlecht­en Tagen nur eine Box auf­tauen und erwär­men muss. Keine kom­plizierten Entschei­dun­gen, wenig Energieaufwand und eine nahrhafte Mahlzeit, die meinem Kör­p­er gut­tut.

Meine Lösung ist eine nährstof­fre­iche Gemüs­esuppe, die ich liebevoll meine

Grüne Mega-Suppe nenne. Sie vere­int all das, was ich ver­trage und was mein Kör­p­er braucht: frisches Gemüse, gesunde Fette, Pro­teine aus Nüssen, entzün­dung­shem­mende Gewürze. Die Grun­didee ist sim­pel, die Zusam­menset­zung vari­abel – je nach­dem, was ger­ade Sai­son hat und wie es mir geht.

Rezept: Grüne Mega-Suppe

Bitte beachtet: Dies ist ein Rezept für 27 Por­tio­nen. Ich koche bewusst in großen Men­gen, um einen Vor­rat für mehrere Wochen zu haben. Die Men­gen kön­nt ihr natür­lich nach unten anpassen. Ich vari­iere die Zutat­en auch immer mal wieder, aber die Grun­didee bleibt dieselbe.

Zutat­en:

• 4000 ml Knochen­brühe vom Wei­derind

• 2500 g Brokkoli, frisch

• 1800 g Spinat, frisch

• 1200 g Kartof­feln

• 600 g Karotten/Möhren, frisch*

• 500 g Pasti­naken, frisch

• 500 g Rote Bete

• 450 g Wal­nüsse und/oder Cashews, Pinienkerne

• 100 ml Natives Olivenöl extra

• 100 ml Nor­san Omega‑3 veg­an (pflan­zlich­es Algenöl)

• 100 ml Avo­cadoöl

• 200 g Peter­silie, frisch

• 100 g Basi­likum, frisch

• 100 g Knoblauch, frisch

• 30 g Kurku­ma, gemahlen

• 30 g Ing­w­er, frisch

• 30 g Cur­ry

• 50 g Dill, frisch oder getrock­net

• 75 g Himalaya-Salz

• 2 g Pfef­fer, schwarz

*Ich nutze bei den Möhren auch immer das Grün.

Alternative Gemüsesorten

Peter­silien­wurzel, Kür­bis, Wirs­ing, Kohlra­bi (+ die Blät­ter), Man­gold, Pilze (Austern­pilze, Cham­pi­ons, Seitlinge), Top­inam­pur und manch­mal ein wenig Grünkohl. Häu­fig esse ich nach Sai­son.

Zubereitung:

Alles Notwendi­ge waschen, schälen und schnei­den. Das Grün des Gemüs­es – etwa die Blät­ter der Möhren, des Kohlra­bis oder der Strunk vom Brokkoli – nehme ich nach dem Waschen kom­plett mit in die Suppe. Hier steck­en oft beson­ders viele Nährstoffe. Alles gut kochen, bis das Gemüse weich ist. Kurz abkühlen lassen und dann kom­plett fein püri­eren.

Das ist harte Arbeit, beson­ders bei so großen Men­gen, wie bei meinem 12 Liter-Topf. Hier brauche ich zum Püri­eren über eine Stunde — plus Pausen für den Püri­er­stab der abkühlen muss (den wir manch­mal sog­ar in das Gefrier­fach gelegt haben, damit er schneller wieder ein­satzbere­it war). Holt euch ihr euch am besten Hil­fe, wenn ihr kön­nt.

Anschließend fülle ich die Suppe noch warm in Glas­box­en und stelle sie in den Tiefküh­ler. Ich ver­wende gern Meal-Prep­ping-Box­en aus Glas. Dabei achte ich darauf, dass diese Glas­box­en für den Gefrier­schrank, die Mikrow­elle, den Back­ofen und den Geschirrspüler geeignet sind. Früher kaufte ich die von Fit­prep aber da es diese Fir­ma nicht mehr gibt, benutze ich nun Prep Nat­u­rals. Die sind wun­der­bar stapel­bar und pri­ma auch für Unter­wegs – ich hat­te sie sog­ar im Kranken­haus mit.

Täglich taue ich mir dann eine Box auf und erwärme die Suppe dann im Topf oder in der Pfanne.

Et voilà: So habe ich immer ein gesun­des Essen – auch an schlecht­en Tagen.

Warum diese Zutaten? Die Bedeutung von Nährstoffdichte

Abge­se­hen davon, dass ich nach jed­er dieser Mahlzeit­en von innen her­aus warm werde, ist die Zusam­men­stel­lung dieser Suppe kein Zufall. Jede Zutat erfüllt einen bes­timmten Zweck. Die Knochen­brühe vom Wei­derind ist reich an Kol­la­gen, Aminosäuren und Min­er­alien, die die Dar­mge­sund­heit unter­stützen. Brokkoli und Spinat liefern Vit­a­mine, Min­er­al­stoffe und sekundäre Pflanzen­stoffe, die entzün­dung­shem­mend wirken kön­nen. Kartof­feln und Wurzel­gemüse wie Karot­ten, Pasti­naken und Rote Bete sind gut verträglich, sät­ti­gend und voller Bal­last­stoffe.

Die Nüsse brin­gen Pro­teine, gesunde Fette und wichtige Mikro­nährstoffe wie Mag­ne­sium und Selen. Die Öle – Olivenöl, Algenöl und Avo­cadoöl – sor­gen für eine gute Auf­nahme der fet­tlös­lichen Vit­a­mine und liefern Omega-3-Fettsäuren, die bei Entzün­dung­sprozessen eine wichtige Rolle spie­len. Frische Kräuter wie Peter­silie, Basi­likum und Dill sind nicht nur geschmack­lich eine Bere­icherung, son­dern auch reich an Antiox­i­dantien.

Kurku­ma und Ing­w­er sind bekan­nt für ihre entzün­dung­shem­menden Eigen­schaften. Kurku­min, der aktive Wirk­stoff in Kurku­ma, wird in der tra­di­tionellen Medi­zin seit Jahrtausenden ver­wen­det und ist mit­tler­weile auch wis­senschaftlich gut unter­sucht. Ing­w­er unter­stützt die Ver­dau­ung und wirkt beruhi­gend auf den Magen-Darm-Trakt.

Was ich gelernt habe: Ernährung als Selbstfürsorge

Die Reise durch Elim­i­na­tions­diäten, His­t­a­min­in­tol­er­anz und Meal Prep­ping hat mich eines gelehrt: Ernährung ist bei chro­nis­chen Erkrankun­gen kein neben­säch­lich­es The­ma. Sie ist ein zen­traler Pfeil­er der Selb­st­für­sorge. Wenn der Kör­p­er ohne­hin schon unter Dauer­stress ste­ht, ist es umso wichtiger, ihm nicht zusät­zliche Entzün­dungsreize zuzu­muten.

Gle­ichzeit­ig habe ich gel­ernt, dass es keine uni­verselle Lösung gibt. Jed­er Kör­p­er reagiert anders. Was mir hil­ft, muss für jemand anderen nicht funk­tion­ieren. Deshalb ist es so wichtig, selb­st her­auszufind­en, was einem gut­tut – und das erfordert Zeit, Geduld und manch­mal auch die Bere­itschaft, Gewohn­heit­en aufzugeben, die man jahre­lang gepflegt hat.

Die Elim­i­na­tions­diät war für mich ein Werkzeug zur Selb­sterken­nt­nis. Sie hat mir nicht nur gezeigt, welche Lebens­mit­tel ich mei­den sollte, son­dern auch, wie eng Kör­p­er und Nahrung miteinan­der ver­bun­den sind. Heute koche ich bewusster, achte mehr auf Frische und Qual­ität, und ich habe gel­ernt, meinen Kör­p­er bess­er zu ver­ste­hen.

Meal Prep­ping hat mir außer­dem eine Form von Kon­trolle zurück­gegeben, die mir mit ME/CFS oft fehlt. Ich kann nicht kon­trol­lieren, wann ich einen Crash habe. Aber ich kann kon­trol­lieren, dass ich in diesen Momenten Zugang zu ein­er nahrhaften Mahlzeit habe. Das ist ein klein­er, aber bedeu­ten­der Sieg.

Ressourcen und weiterführende Informationen

Falls ihr selb­st mit Unverträglichkeit­en, Hashimo­to, ME/CFS oder anderen chro­nis­chen Erkrankun­gen zu kämpfen habt und über­legt, eine Elim­i­na­tions­diät auszupro­bieren, rate ich euch, dies ide­al­er­weise unter fach­lich­er Begleitung zu tun. Eine Ernährungs­ber­atung, die sich mit Autoim­munerkrankun­gen und Unverträglichkeit­en ausken­nt, kann wertvolle Unter­stützung bieten.

Für den Ein­stieg in die his­t­a­mi­n­arme Ernährung gibt es hil­fre­iche Lis­ten, etwa auf der Web­site der Schweiz­erischen Inter­es­sen­ge­mein­schaft His­t­a­min-Intol­er­anz (SIGHI). Auch Apps wie die His­t­a­min-Apps oder FODMAP-Guides kön­nen den All­t­ag erle­ichtern.

Wichtig ist: Seid geduldig mit euch selb­st. Ernährung­sum­stel­lun­gen brauchen Zeit, und der Weg zu mehr Wohlbefind­en ist oft kur­ven­re­ich. Aber es lohnt sich. Jed­er kleine Schritt, jede neue Erken­nt­nis bringt euch näher zu einem Leben, in dem ihr euren Kör­p­er bess­er ver­ste­ht und unter­stützen kön­nt.

Von Herzen alles Gute auf eurem Weg.

Eure Mol­ly

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