„Liebe Silja“ Ein besonderes Buch von Birte Viermann

Ein Buch, das mit­ten ins Herz trifft

Als ich Liebe Sil­ja las, hat­te ich Trä­nen in den Augen. Nicht nur, weil es ein zutief­st bewe­gen­des Buch ist, son­dern weil ich mich in so vie­len Sätzen selb­st wieder­fand. Birte Vier­manns Worte sind ehrlich, kraftvoll und schmerzhaft zugle­ich. Sie schrieb es für ihre Schwest­er Sil­ja, die an ME/CFS litt und viel zu früh, aber selb­st­bes­timmt von uns gegan­gen ist.

Ein­blicke, die ich nur zu gut kenne

Liebe Birte,

danke für dein unglaublich­es Buch. Danke für deinen Mut, für deine Arbeit, für deine Offen­heit. Deine Schwest­er wäre sich­er stolz auf dich.

Beim Lesen hat­te ich gemis­chte Gefüh­le. Ich wusste genau, wie sich Sil­ja gefühlt haben muss. Auch bei mir ging es lange Zeit nur bergab, bis zu dem Punkt, an dem ich nicht mehr auf­ste­hen kon­nte, nicht ein­mal mehr alleine zur Toi­lette gehen kon­nte.

Deine Beschrei­bun­gen über die Pflege dein­er Schwest­er erin­nern mich so sehr an meinen Mann und mich. Ich hat­te und habe diesel­ben Symp­tome, diesel­ben Verzwei­flungsmo­mente. Deine Worte trafen mich tief in mein­er Seele und holten mich genau dort ab, wo ich mich befinde.

Zwischen Dankbarkeit und Traurigkeit

Während ich las, war ich zutief­st mit­geris­sen und spürte gle­ichzeit­ig ein schlecht­es Gewis­sen, denn es geht mir ger­ade etwas bess­er. Ich habe offen­bar eine Ther­a­pie gefun­den, die mir in dieser Phase hil­ft. Doch ich weiß, dass dies nicht selb­stver­ständlich ist. Viele von uns lei­den weit­er­hin still und abgeschirmt vor sich hin.

Es macht mich trau­rig, wie viele von ME Betrof­fene mit ihren Fam­i­lien täglich an dieser Krankheit zer­brechen. Genau deshalb ist dein Buch so wichtig. Es gibt tiefe Ein­blicke in ein Szenario, in das man in Wirk­lichkeit aus Schutz der Betrof­fe­nen niemals gelangt. Es öffnet Augen und Herzen.

Für wen dieses Buch geschrieben ist – und warum es jede:r lesen sollte

Liebe Sil­ja ist mehr als ein Buch. Es ist ein stiller Schrei nach Gerechtigkeit, nach Anerken­nung, nach Mit­ge­fühl und Aufk­lärung. Es ist auch eine Liebe­serk­lärung an eine Schwest­er, an alle Erkrank­ten und an die, die ihnen nah­este­hen.

Ich wün­sche mir sehr, dass viele dein Buch lesen. Dass sie ver­ste­hen, was es bedeutet, Ange­höriger von ME-Betrof­fe­nen zu sein, und dass es Verän­derun­gen anstößt. Verän­derun­gen im medi­zinis­chen Sys­tem, in der Pflege und im Umgang miteinan­der.

Danke, liebe Birte

Danke für deinen Mut, deine Worte und dafür, dass du deinen Ver­lust mit uns teilst.

In Gedenken an Sil­ja und in tiefer Dankbarkeit für das, was du mit diesem Buch bewegst.

Liebevoll,
deine Mol­ly

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