Erneuter Crash mit Myalgischer Enzephalomyelitis (ME) –

24. Juli 2024

Liebes Tage­buch,

Seit 2004 (oder länger?) lebe ich jet­zt schon im Schat­ten von ME/CFS. Angesichts eines erneuten Rückschlags (Crash­es), bleibt mir nichts anderes übrig, als wieder auszuhal­ten und zu erholen.

Viele All­t­agssi­t­u­a­tio­nen wie ins Büro stiefeln, den Kochlöf­fel schwin­gen, im Park spazieren, meine Haare waschen oder in die Welt der Pod­casts ein­tauchen sind schla­gar­tig nicht mehr möglich.

Akzep­tanz ist dann das neue Zauber­wort! Wenn man viele Jahre mit ein­er chro­nis­chen Krankheit lebt, wird’s leichter, die eigene Lage (erneut) zu akzep­tieren. Doch geht das wirk­lich ein­fach so auf Knopf­druck?

Erkrankt bin ich am Epp­stein-Bar-Virus und vielfach gecrasht an Hun­derten Infek­ten, Port-OP, Miss­brauch in der Psy­chother­a­pie, Imp­fun­gen, Medika­menten … Die Liste ist lang! Aber hey, …

Selb­st Kleinigkeit­en, wie Zäh­neputzen, eine erfrischende Dusche, ein herzhaftes Lachen oder mit der besten Fre­undin schnat­tern, kön­nen meinen Zus­tand ver­schlechtern!

Echt jet­zt! Und trotz­dem lasse ich mir nicht den Mut nehmen. Mein Humor lacht weit­er, mein Lebenswille bleibt tief ver­ankert und mein Ehrgeiz, die Welt wieder (mit)zu Erleben, zu umar­men, und mitzugestal­ten ist unge­brochen!
Wie ich das mache?

Einat­men, ausat­men, besin­nen. Dann ändere ich das, was zu ändern ist, z. B. die Arbeit reduzieren, um Hil­fe Bit­ten, Sinne schützen, abschot­ten und Sup­ple­ments anpassen. Abwarten und …

Tee mit Mol­ly trinken…

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