„Mama, was ist das?” – Für alle Kinder, die ME/CFS aushalten müssen

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Hier find­est du einen weit­eren ME/CFS Song von mir.

Aus der Notizapp ins Herz

Manch­mal bleiben Texte monate­lang in mein­er Noti­zapp liegen. Unfer­tig, oft­mals zu schmerzhaft, um sie weit­erzu­ver­ar­beit­en oder fer­tigzustellen. Dieser hier wartete lange darauf, ein Lied zu wer­den. Jet­zt durfte er endlich (dank KI, die ich als Hil­f­s­mit­tel anse­he) Musik wer­den.

„Mama, was ist das?” ist ein Lied für alle an ME erkrank­ten Kinder und Jugendlichen. Und für ihre Fam­i­lien, die oft hil­f­los zuse­hen müssen, wie ihre Kinder lei­den. Weil man auch in 2025 die schwere Mul­ti­sys­te­merkrankung noch nicht ver­standen hat.

Die Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt

„Mama, was ist das? Was passiert mit mir? Mama, was ist das? Ich fühl mich so schw­er.”

Auch ich bin als Jugendliche erkrankt. Oft habe ich mir genau diese Fra­gen gestellt. Mir war schwindlig, Men­schen um mich herum zu schnell, zu laut. Ein nor­maler son­niger Tag zu hell, zu viel. Mein Kör­p­er fühlte sich plöt­zlich so schw­er an, als würde jemand ständig daran ziehen, als wäre die Schw­erkraft zehn­mal so stark. Und nie­mand – auch nicht meine Eltern – kon­nte mir sagen, woran das lag.

Diese Frage: „Mama, was ist das?” ist so sim­pel und doch so verzweifelt. Sie trägt die ganze Hil­flosigkeit in sich, die Kinder mit ME/CFS erleben. Die Ver­wirrung. Die Angst. Das Gefühl, dass mit ihnen etwas fun­da­men­tal nicht stimmt.

Die Odyssee durch Arztpraxen

„Ein Doc der sagt, wir wis­sen es nicht. Der Näch­ste meint, Krankheit ohne Gesicht. ME/CFS so heißt es wohl. Ein ander­er sagt, ich gefährde dein Kindeswohl.”

Diese Zeilen tre­f­fen ins Mark. Sie beschreiben die bru­tale Real­ität viel­er Fam­i­lien: Die end­lose Suche nach Antworten. Ärzte, die rat­los sind, Diag­nosen, die nie­mand stellt oder ernst nimmt. Und dann – als wäre das alles nicht genug – die Anschuldigung, Eltern wür­den ihre Kinder gefährden. Selb­st Schulen schreck­en nicht vor Ver­harm­lo­sun­gen zurück. Behör­den nehmen sog­ar Eltern ihre Kinder weg, weil sie fälschlicher­weise glauben, es han­dle sich um das Münchhausen-by-proxy-(Stellvertreter)-Syndrom. Dabei wollen Eltern nichts weit­er, als ihren Kindern helfen. Sie wollen, dass sie gesund wer­den, nicht krank bleiben. Doch das ver­ste­ht nie­mand, weil die wenig­sten diese schwere neu­roim­mu­nol­o­gis­che Mul­ti­sys­te­merkrankung namens Myal­gis­che Enzephalomyelitis ken­nen und ein­schätzen kön­nen.

Wie viele Fam­i­lien wur­den auseinan­derg­eris­sen, weil ME/CFS nicht oder fehlver­standen wird? Wie viele Kinder wur­den aus ihren Fam­i­lien genom­men, weil Ärzte nicht glaubten, dass diese Krankheit real ist?

Eines der bekan­ntesten und schock­ieren­sten Schick­sale erlitt Sophia Mirza und ihre Fam­i­lie. Die junge Britin wurde 2003 zwangsweise aus ihrem Zuhause geholt und in eine psy­chi­a­trische Klinik eingewiesen – ihre Ärzte hiel­ten ME/CFS für psy­cho­so­ma­tisch. Die Tor­tur ver­schlim­merte ihren Zus­tand drama­tisch. Zwei Jahre später, mit nur 32 Jahren, starb Sophia an Nieren­ver­sagen. Ihr Tod war eine direk­te Folge von ME/CFS. Ihr zu Ehren ver­anstal­tet die ME-Com­mu­ni­ty weltweit am 8. August, Sophias Geburt­stag, den Very-Severe ME Day.

Dieser Song soll zum Aus­druck brin­gen, wie verzweifelt Fam­i­lien und Kinder zurück bleiben kön­nen und wie ver­herend das Nichtwissen unter den Ärzten sein kann.

Die Mutter, die nicht aufgibt

„Verzeih mir, Schatz. Ich weiß es noch nicht, doch ich geh los – find es raus für dich. Halt meine Hand, ich bin für dich da. Solang wir hof­fen, ist Heilung nah.”

Das ist das Ver­sprechen jed­er Mut­ter, jedes Vaters, jed­er Fam­i­lie: Ich weiß vielle­icht nicht, was es ist. Ich kann es vielle­icht nicht heilen. Aber ich bin da. Ich gebe nicht auf. Ich halte deine Hand.

Ich hätte mir so viel Offen­heit, Liebe und Für­sorge auch von meinen Eltern (und Ärzten) gewün­scht. Lei­der blieb mir das die meiste Zeit ver­wehrt.

Und genau deswe­gen habe ich diesen Song für all die Kinder da draußen geschrieben. Ein Stück­weit sich­er auch für mein eigenes inneres Kind, das sich nun bess­er ver­standen fühlt.

Wir brauchen keine per­fek­ten Antworten, aber jeman­den, der uns glaubt. Jeman­den, der uns liebt, der sich für uns ein­set­zt und dem es egal ist, ob die Krankheit noch uner­forscht, unbekan­nt und unver­sorgt ist oder nicht.

Es gibt Menschen, die forschen

„Es gibt noch so viel, das nie­mand ver­ste­ht, doch Men­schen forschen, damit es weit­erge­ht. Sie suchen nach Wegen, Tag für Tag, für all die Kinder, wie du, mein Schatz.”

Trotz allem soll dieses Lied auch Hoff­nung geben. Irgend­wo auf der Welt arbeit­en Wis­senschaftler daran, ME/CFS zu ver­ste­hen. Sie suchen nach Bio­mark­ern, nach Behand­lun­gen, nach Wegen her­aus aus PEM/PENE und dieser Dunkel­heit. Für all die Kinder, die ger­ade in ihren Zim­mern liegen und sich fra­gen: „Was ist mit mir los?”

Dieser Song soll ihnen sagen: Ich sehe dich. Ich ver­ste­he dich. Du bist nicht allein.

Frei zum Download

Der Song „Mama, was ist das?” ist kosten­los ver­füg­bar für die gesamte ME-Com­mu­ni­ty. Nutzt ihn in euren Pro­jek­ten. Teilt ihn mit Fam­i­lien, die ger­ade kämpfen. Lasst ihn hören, damit die Welt ver­ste­ht: ME/CFS macht auch nicht vor Kindern halt.

Diese Kinder ver­di­enen mehr als Unver­ständ­nis und falsche Diag­nosen. Sie ver­di­enen Forschung und den Glauben, nicht falsch zu sein. Sie ver­di­enen Heilung.

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Hier find­est du einen weit­eren ME/CFS Song von mir.

Danke fürs Lesen, Danke fürs Teilen und ich würde mich riesig über euer Feed­back hier unten in den Kom­mentaren freuen.

Eure Mol­ly



Lyrics / Songtext

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