In Erinnerung an Celine (*29.08.1999 † 07.09.2025)

Eine Begegnung im Dialysezentrum

Papa schob meinen Roll­stuhl über den glat­ten Linoleum­bo­den durch die engen Gänge. Den Weg zum Zwei­bettz­im­mer kan­nten wir auswendig. Es roch leicht nach Desin­fek­tion und wie immer herrschte geschäftiges Treiben. Schwest­er Lisa grüßte uns.

„Hal­lo ihr Zwei. Ihr wisst ja, wo es ist. Bin gle­ich da.“

Die dick­en Over-Ear-Kopfhör­er mit aktivem Noise­can­cel­ing schützten mich zwar vor Umge­bungs­geräuschen, sorgten aber auch gle­ichzeit­ig dafür, dass ich gesproch­ene Worte nur gedämpft vernehmen kon­nte. Bei ME-Erkrank­ten wie mir lösen Licht und Geräusche nicht nur Unbe­ha­gen aus – sie verur­sachen starke Schmerzen und kön­nen schwere Entzün­dun­gen aus­lösen oder beste­hende ver­schlim­mern. Mit der Son­nen­brille auf der Nase und dem Mund­schutz sah ich aus wie eine schw­er­fäl­lige Req­ui­site aus einem Low-Bud­get-Stück.

Als ich an diesem Mittwoch im Okto­ber 2024 zur drit­ten H.E.L.P.-Apherese nach Bayreuth fuhr, ahnte ich nicht, dass dieser Tag mein Leben verän­dern würde. Nicht durch eine medi­zinis­che Wende, son­dern durch die Begeg­nung mit einem wun­der­vollen Men­schen, der mir zeigen sollte, wie tief der Abgrund dieser Krankheit sein kann.

Im Nach­bar­bett lag eine junge Frau, Anfang, Mitte zwanzig.

„Hal­lo“, sie lächelte, und ich sah, wie viel Kraft es sie kostete. Eine Frau mit­tleren Alters stand neben ihr am Bett, zog ihr ger­ade die Sock­en fes­ter an und deck­te sie zu.

„Hal­lo“, gab ich zurück und ver­suchte, nicht nur Mut, son­dern auch Hoff­nung auszus­trahlen.

Mit schnellen Schrit­ten kam Schwest­er Lisa auf die junge Frau zuge­laufen.

„Celine, der Zugang liegt heute gut. Pri­ma, halte durch.“

Kennenlernen

Nach­dem Lisa mir zuerst die Arm­beu­gen angewärmt und dann in bei­de mit großen Nadeln Zugänge gelegt hat­te, lief die Blutwäsche die näch­sten drei Stun­den wie von allein. Sabine, die Mama von Celine, erzählte mir, wie ihre Tochter bere­its vor ihrem 18. Geburt­stag – also vor mehr als sieben Jahren – nach ein­er Keil­bein­höh­le­nentzün­dung immer kränker wurde.

Eine Keil­bein­höh­le­nentzün­dung ist eine Entzün­dung der Keil­bein­höh­le, ein­er der Nasen­neben­höhlen tief im Schädel, die oft als Teil ein­er all­ge­meineren Nasen­neben­höh­le­nentzün­dung (Sinusi­tis) auftritt und sich vor allem durch Schmerzen im Hin­terkopf, Nack­en oder Schädelmitte äußert. Celine litt auch gle­ichzeit­ig unter ein­er Bor­re­liose, ein­er bak­teriellen Infek­tion­skrankheit, die durch den Stich infiziert­er Zeck­en über­tra­gen wird und Haut, Ner­ven­sys­tem, Gelenke und Herz betr­e­f­fen kann.

Celine war, wie ich, schon vor der Pan­demie an Myal­gis­ch­er Enzephalomyelitis (ME) erkrankt. Ver­mut­lich in Folge der Keil­bein­höh­le­nentzün­dung gepaart mit der Bor­re­liose – wobei schon eine der Infek­tio­nen bei manchen Men­schen aus­re­icht, um die schwere neu­roim­mu­nol­o­gis­che Erkrankung auszulösen.

Sabine erzählte, dass sie froh seien, hier im Dial­y­sezen­trum vielle­icht passende Hil­fe mit­tels Aphere­sen zu erhal­ten – immer­hin habe man hier von ME schon mal gehört. Nicht wie die gefühlt ein­hun­dert anderen Ärzte zuvor, die ihr entwed­er nicht glaubten und es psy­chol­o­gisierten oder ihr ständig ver­sicherten: „Kar­di­ol­o­gisch [/neurologisch/internistisch/pulmologisch/…] sind Sie gesund“.

Dieses „Sind Sie gesund“ sah tat­säch­lich so aus, dass Celine vor ihrer ersten H.E.L.P.-Apherese über län­gere Zeit kein einziges Wort mehr mit ihrer Fam­i­lie sprechen kon­nte. Sie vertrug kein Licht, kein Geräusch. Jede min­i­male Anstren­gung, jed­er kle­in­ste Reiz machte es oft schlim­mer. Sie war unter anderem kog­ni­tiv so schw­er eingeschränkt und kör­per­lich mas­siv geschwächt, dass sie eben nicht mehr hätte um Hil­fe rufen kön­nen.

„Hof­fentlich bringt die Ther­a­pie ihr was. Die ersten H.E.L.P. waren gut. Haben Sie auch ME/CFS? Nach Covid?“

Mein Papa stellte meinen Ruck­sack an das Fußende meines Bettes und ver­ab­schiedete sich mit einem leisen Murmeln ins Wartez­im­mer. Sich­er würde er sich über den Kaf­fee freuen, den ihm eine Schwest­er brachte, und dazu eine Brezel essen, während er das Buch „Der Glukose-Trick“ weit­er­las.

„Wir kön­nen uns gern duzen. Ich bin Mol­ly. Nein, ich lebe auch schon länger mit ME. Bin auch als Jugendliche, nach ein­er EBV-Infek­tion, erkrankt.“

Während Sabine und ich im Gespräch wie alte Bekan­nte aktuelle Fak­ten und Fach­be­griffe zu dieser uner­forscht­en und unbekan­nten Mul­ti­sys­te­merkrankung teil­ten, rührte mich ihre Für­sorge für Celine. Es riss in mir eine Wunde auf, die ich trotz der weni­gen Kraft oft ver­schlossen halte. Ich ver­mis­ste meine Mut­ter – in diesem Moment noch mehr als son­st.

Wenn der Körper zur Herausforderung wird

Wir kamen ins Gespräch, wie es Men­schen tun, die ähn­liche schwere Schick­sale teilen. Celine und ihre Mut­ter merk­ten schnell, dass ich mich schon lange mit dieser Erkrankung auseinan­der­set­ze, viel Wis­sen ange­sam­melt habe und dieses gern teile. Ich erzählte ihnen von meinem Pod­cast, von meinen Insta­gram-Beiträ­gen und wo sie weit­ere ver­lässliche Infor­ma­tio­nen her­bekom­men kön­nten.

„Wie heißt du denn auf Insta­gram?”, fragte Celine. Ihre Stimme klang schwach, aber neugierig.

@Tee_mit_Molly“, antwortete ich.

Als Celine nach der Behand­lung vom Bett in den Roll­stuhl stieg, sah ich, wie ihre dün­nen Beine unaufhör­lich zit­terten. So wie es Muskeln nach einem inten­siv­en Kraft­train­ing bei der let­zten Wieder­hol­ung nur noch unter Protest tun.

Von außen sah man der jun­gen, hüb­schen Frau nicht an, welch ein Tor­na­do in ihrem Inneren tobte. Sie sah aus wie ein gesun­des Mädel, das noch sein ganzes Leben vor sich haben sollte. Doch ihr Kör­p­er hat­te andere Pläne – Pläne, die am Ende bedeuteten, dass sie ver­hungern würde. Nicht weil es keine Nahrung gab, son­dern weil ihr Kör­p­er jede Form der Ernährung als Angriff wertete.

Wenige Tage nach der Behand­lung schrieb sie mir. Anfangs zurück­hal­tend, doch über Monate hin­weg wuch­sen unsere Nachricht­en zu ein­er stillen Sol­i­dar­ität her­an. Wir bestärk­ten uns gegen­seit­ig, wün­scht­en Besserung, freuten uns über Mini-Fortschritte der Anderen oder neue Ther­a­pie-Ideen und Ansätze. Im Dezem­ber 2024 strengte es Celine zu sehr an zu schreiben. Wir began­nen, uns Sprach­nachricht­en zu schick­en. Kurze, denn Energie war für uns ein knappes Gut, das mit jedem Wort, jedem Gedanken und jed­er kle­in­sten Bewe­gung schwand.

Was ist ME/CFS?

Myal­gis­che Enzephalomyelitis (ME) wird lei­der heute auch immer noch ver­harm­losend Chro­nis­ches Fatigue-Syn­drom (CFS) genan­nt. ME ist eine schwere neu­roim­mu­nol­o­gis­che Erkrankung, die in Deutsch­land schätzungsweise 650.000 Men­schen bet­rifft. Die Dunkelz­if­fer muss mas­siv hoch sein, denn es ist eine häu­fige Erkrankung, die nach wie vor uner­forscht, unbekan­nt und unver­sorgt ist. Ärzte ken­nen ME meis­tens nicht und stellen entwed­er die falsche Diag­nose oder gar keine. Oft­mals wird die Erkrankung psy­chol­o­gisiert. Seit der COVID-19-Pan­demie ist die Zahl der Erkrank­ten drastisch gestiegen, weil ME oft nach ein­er Infek­tion auftritt. Es gibt auch andere Aus­lös­er wie bes­timmte Antibi­oti­ka, Unfälle, Oper­a­tio­nen.

Meis­tens sind es kernge­sunde und aktive Men­schen, die eine Infek­tion durch­machen und an ME erkranken. Doch die wenig­sten Men­schen ken­nen diese schlimme Krankheit, und das, obwohl ME dop­pelt so viele Men­schen bet­rifft wie Mul­ti­ple Sklerose (MS). Die Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion stuft ME seit 1969 als neu­rol­o­gis­che Erkrankung ein. Doch Grund­la­gen­forschung gibt es bis jet­zt so wenig, dass das Kern­symp­tom – welch­es bei kein­er anderen Erkrankung auftritt – medi­zinisch noch nicht­mal richtig ver­standen wurde.

Das Leit­symp­tom der Erkrankung ist die Post-Exer­tionelle Neu­roim­mune Entkräf­tung (PENE) oder Post-Exer­tionelle Malaise (PEM). Das ist eine zeitverzögerte, mas­sive, oft tage­lang anhal­tende Ver­schlim­merung aller Symp­tome nach ger­ing­ster kör­per­lich­er oder geistiger Anstren­gung. Schon Zäh­neputzen, Duschen oder wenige Schritte kön­nen zu tage­langer Bet­tlägerigkeit zwin­gen. Bei Schw­er­st­be­trof­fe­nen, wie Celine und ich es im Okto­ber 2024 waren, genügt bere­its das Umdrehen im Bett oder die Anwe­sen­heit ein­er Per­son im Raum, um einen Crash auszulösen.

Symptome bei Myalgischer Enzephalomyelitis

Das Trügerische ist die Zeitverzögerung. Celine, aber auch ich, haben uns an diesem Tag der Blutwäsche zu dritt im Zim­mer unter­hal­ten kön­nen. Aber ihr und mir war klar: Ein bis drei Tage später kön­nte uns das noch mal sehr viel mehr Schmerz und Leid bescheren.

Ein Vier­tel aller Patien­ten kann das Haus nicht mehr ver­lassen, viele sind bet­tlägerig und pflegebedürftig. Etwa 60 Prozent sind arbeit­sun­fähig. Die Leben­squal­ität von ME/CFS-Erkrank­ten liegt im Durch­schnitt niedriger als die von Men­schen mit Mul­ti­pler Sklerose, Schla­gan­fall oder Lun­genkrebs.

Der Ver­lauf ist extrem vari­abel: Manche Betrof­fene leben Jahrzehnte mit der Erkrankung und find­en Wege, mit den schw­eren Ein­schränkun­gen umzuge­hen. Andere ver­schlechtern sich rapi­de. Wieder andere erleben Phasen der Besserung und Ver­schlechterung. Bei Schw­er­st­be­trof­fe­nen kann die Erkrankung lebens­bedrohlich wer­den, beson­ders wenn Kom­p­lika­tio­nen wie schwere Unter­ernährung hinzukom­men.

Die verzweifelte Suche nach Linderung

Celine hat­te wie ich entsch­ieden, nach den H.E.L.P.-Apheresen noch die Immunab­sorp­tion auszupro­bieren. Ein sehr teures und aufwändi­ges Ver­fahren, bei dem über einen speziellen Fil­ter gezielt krankheitsverur­sachende Antikör­p­er, soge­nan­nte Autoan­tikör­p­er, und Immunkom­plexe aus dem Blut ent­fer­nt wer­den.

Das ist die bit­tere Real­ität dieser Erkrankung: Weil sie nicht erforscht ist, gibt es keinen Behand­lungsleit­faden. Es gibt keine etablierten Ther­a­pi­en. Es bleibt nur „tri­al and error“. Deswe­gen ver­suchen wir Erkrank­ten jede noch so teure und noch so unbe­queme oder schwierige Ther­a­pieop­tion, auch wenn es dafür keine oder kaum Evi­denz gibt. Plöt­zlich wer­den dig­i­tale Zahlen in Form von Euro auf dem Bankkon­to als unwichtig erachtet, wenn es um die Chance auf eine Zus­tandsverbesserung geht oder gar um die Hoff­nung auf ein Stück mehr Leben­squal­ität – wie das Sprechen mit der eige­nen Fam­i­lie.

Lebensqualität bei ME/CFS

Quelle: Hvid­berg et al. 2015 doi:10.1371/journal.pone.0132421 & DGME/CFS

Oft teilte ich in meinen Insta­gram-Sto­rys Infor­ma­tio­nen über ME – wie schwere und schw­er­ste Ver­läufe ausse­hen kön­nen, wie bre­it dieses Spek­trum ist und wie schlimm es für manche sein kann. In dem ARTE-Doku­men­tarfilm von Daniela Schmidt-Lan­gels und Sibylle Dahren­dorf „Chro­nisch krank, chro­nisch ignori­ert“ wird der Jour­nal­ist und Vater von Maeve Booth­by O’Neill, Sean O’Neill, inter­viewt.

„Es wäre bess­er für Maeve gewe­sen, wenn sie Krebs gehabt hätte wie ich. Ich habe seit zwölf Jahren Krebs. Die Behand­lun­gen entwick­eln sich. Es gibt hier so viel Engage­ment und es wird weltweit so viel in die Behand­lung von Krebs investiert. Aber eine Krankheit wie ME, von der wahrschein­lich Mil­lio­nen von Men­schen auf der ganzen Welt betrof­fen sind, da ist die Forschung so dürftig. Wir wis­sen nicht ein­mal genau, wie viele betrof­fen sind. Es gibt keine wirk­lichen Ambi­tio­nen, um die Krankheit zu ver­ste­hen, geschweige denn zu behan­deln, aber man sollte wenig­stens ver­ste­hen, was sie ist.“

Diese Geschicht­en, diese Schick­sale, waren für uns nicht weit herge­holt. Doch wir über­schat­teten unsere Äng­ste mit Hoff­nung und pos­i­tivem Denken. Dass Celine Ähn­lich­es wie Maeve erlei­den würde, hät­ten wir bei­de zu diesem Zeit­punkt niemals für möglich gehal­ten.

Der Wendepunkt: Juni 2025

Wenn man sich nur schreibt, nur Sto­ries liest, nur Beiträge kon­sum­iert, sieht man oft nur einen winzi­gen Auss­chnitt des wirk­lichen Lebens eines Men­schen. Als Celine mir im Som­mer 2025 eine erneute Sprach­nachricht schick­te, wurde mir plöt­zlich die ganze Dra­matik ihrer Sit­u­a­tion viel bewusster.

Sie erzählte mir mit langsamer, liebevoller, ruhiger Stimme, dass sie mit der Magen­läh­mung nun immer weniger essen könne und immer mehr abnehme. Wir tauscht­en uns über PICC- und Port-Katheter aus. Sie wollte wis­sen, wie ich mit dem Port klarkam, wie der Ein­griff gewe­sen sei und warum ich ihn brauchte. Für ihren Hausarzt schien eine PICC-Line in den Ober­arm mehr Sinn zu machen, weil sie am Brust­bein „nur noch Haut und Knochen sei. Sie wusste nicht mehr, was sie noch essen sollte. Ihr Kör­p­er reagierte auf jedes Lebens­mit­tel.

Celine berichtete mir, dass sie von den regelmäßi­gen H.E.L.P.-Apheresen ganz gut prof­i­tierte und sich immer ein paar Tage im Anschluss – wenig­stens kog­ni­tiv – bess­er fühlen würde.

Doch dann kam Anfang Juni ihre erste Covid-19-Infek­tion. Eigentlich war die Pan­demie vor­bei und die meis­ten Men­schen der Gesellschaft küm­merte „dieser Schnupfen” nicht mehr. Für Celine war es drama­tisch – ihr Zus­tand ver­schlim­merte sich drastisch. Sie wurde mit­tler­weile par­enter­al ernährt – eine kün­stliche Ernährung, bei der alle notwendi­gen Nährstoffe als spezial­isierte Infu­sion­slö­sung direkt in den Blutkreis­lauf gegeben wer­den, um den Magen-Darm-Trakt kom­plett zu umge­hen. Aber selb­st das wurde zum Prob­lem. Ihr Kör­p­er reagierte wegen der schw­eren Mastzel­lak­tivierungsstörung extrem auf alles, was man ihr gab. Celine hat­te Gas­tro­parese – eine Läh­mung des Magens – und gle­ichzeit­ig ein Mastzel­lak­tivierungssyn­drom (MCAS).

Ihr Hilferuf

Am 16. Juli fragte sie mich mit ihrer gewohn­ten liebevollen Stimme per Sprach­nachricht, ob ich mich mal umhören kön­nte, wo man für sie passende Ernährung als Infu­sion­slö­sung fände.

Das Mastzellaktivierungssyndrom

Das Mastzel­lak­tivierungssyn­drom ist eine sys­temis­che Erkrankung, bei der Mastzellen – Zellen des Immun­sys­tems – unkon­trol­liert Boten­stoffe wie His­t­a­min freiset­zen. Diese Über­reak­tion kann mul­ti­ple Organ­sys­teme betr­e­f­fen und zu ein­er Vielzahl von Symp­tomen führen: Magen-Darm-Beschw­er­den, Herz-Kreis­lauf-Prob­leme, Hautreak­tio­nen, neu­rol­o­gis­che Symp­tome. Die Erkrankung wurde erst 2007 erst­mals benan­nt und gilt als unter­diag­nos­tiziert. Schätzun­gen gehen von ein­er Prä­valenz von 5 bis 7 Prozent in Deutsch­land aus.

Bei Schw­er­st­be­trof­fe­nen ME-Erkrank­ten wie Celine reagiert der Kör­p­er auf nahezu alle Nahrungsmit­tel, Medika­mente und selb­st auf Bestandteile der par­enteralen Ernährung. Fis­chöl und Sojaöl, die Stan­dard­kom­po­nen­ten der intra­venösen Ernährung, wer­den nicht ver­tra­gen. Alter­na­tiv­en existieren kaum. MCAS tritt häu­fig gemein­sam mit ME/CFS auf und ver­stärkt die Symp­to­matik drama­tisch. In Celins Fall führte diese Kom­bi­na­tion zu ein­er Sit­u­a­tion, in der selb­st die medi­zinis­che Grund­ver­sorgung zur Bedro­hung wurde. Sie hat am Ende selb­st auf Anti­his­t­a­mini­ka mit His­t­a­minauss­chüt­tun­gen reagiert.

Der Aufruf

Mir wurde in diesem Moment bewusst: Es ging Celine sehr viel schlechter, als es mir jemals in all den Jahren mit dieser Erkrankung ergan­gen war. Noch während ich ihre Nachricht hörte, wusste ich: Ich muss einen Post für sie schreiben. Sie brauchte drin­gend Hil­fe.

Noch am sel­ben Tag, dem 16. Juli 2025, teilte ich den Beitrag auf mein­er Insta­gram-Seite. Er erre­ichte einige Men­schen, wir beka­men ein paar gute Antworten und Alter­na­tiv­en genan­nt. Aber Celines Eltern fan­den kein Labor, keine Apotheke, keinen Arzt, kein Kranken­haus, das Celine noch helfen kon­nte. Nie­mand war bere­it oder in der Lage, für sie eine Nährlö­sung mit Olivenöl herzustellen oder zu find­en.

Als ich diesen Aufruf startete, hätte ich nicht gedacht, dass Celine in weni­gen Wochen ver­hungern würde.

Ein Kranken­hausaufen­thalt ist für ME-Erkrank­te – egal wie schw­er sie erkrankt sind – die Hölle auf Erden. Alles ist lauter, heller und schneller als son­st schon. Es gibt keine Rück­sicht auf Reiz­in­tol­er­anz. Man ken­nt das Krankheits­bild Myal­gis­che Enzephalomyelitis nicht – erst recht nicht das Kern­symp­tom PENE – und man weiß nichts mit Mastzel­lak­tivierungssyn­drom anz­u­fan­gen. Als Schw­er- oder Schw­er­st­be­trof­fen­er geht man meist erst ins Kranken­haus, wenn es ums nack­te Über­leben geht. Celine war dort – und man kon­nte ihr nicht helfen. Die Ärzte schick­ten sie nach Hause mit den Worten:

„Es tut uns leid, wir kön­nen nichts mehr für Sie tun.

Der Moment, in dem etwas zerbrach

Acht Tage nach ihrem 26. Geburt­stag ver­starb die junge, lebens­fro­he und fre­undliche Frau, die ich im let­zten Herb­st ken­nen­ler­nen durfte. Sie starb zu Hause in ihrem Zim­mer – einem Zim­mer, das seit Monat­en ein­er Inten­sivs­ta­tion glich, einzig betreut durch ihren liebevollen Lebens­ge­fährten Maxi und Celines Eltern.

Der Papa von Celine hat sich zeigen lassen, wie man einen Zugang in die Vene legt, damit Celine über­haupt Infu­sio­nen und Nahrung bekom­men kon­nte. Mama Sabine blieb, gemein­sam mit Celine, bis zum Schluss hoff­nungsvoll und opti­mistisch, irgend­wie eine Kehrtwende zu schaf­fen, und Maxi hat die Liebe seines Lebens – trotz der schw­eren Erkrankung – nie im Stich gelassen und immer für sie gesorgt.

Die gesamte Fam­i­lie wurde vom Gesund­heitssys­tem in Deutsch­land – im Jahre 2025 – so im Stich gelassen, dass sie nicht ein­mal pal­lia­tive oder Hos­piz­be­treu­ung erhiel­ten, obwohl Celine im Ster­ben lag. Alles nur, weil ME noch so unbekan­nt und nicht als pal­lia­tive Erkrankung anerkan­nt ist.

„In den let­zten Tagen mussten die Glukose­beu­tel so schnell gewech­selt wer­den, weil Celine keine fünf Minuten ohne Glu­coselö­sung mehr aushielt.“

Ihre Eltern und ihr Lebens­ge­fährte mussten allein kämpfen, allein pfle­gen, allein zuse­hen, wie ihre Tochter und Fre­undin ver­hungerte.

Als ich erfuhr, dass Celine gestor­ben war, stand meine Welt für einen Moment ganz still. Ich lag da und ver­stand es nicht. Ich ver­ste­he es bis heute nicht. Warum existiert im Jahr 2025 eine Erkrankung, die so häu­fig, so unbekan­nt und vor allem so unter­ver­sorgt ist?

Celine war noch so jung. Vor ihrer Keil­bein­höh­len­in­fek­tion und der Bor­re­liose, die ver­mut­lich das schwere ME bei ihr aus­gelöst haben, war sie ein fröh­lich­er, aktiv­er junger Men­sch. Bis zum Schluss blieb sie pos­i­tiv und wil­lensstark. Sie beschw­erte sich nie und hielt so viel aus. Celine strahlte immer Wärme aus, selb­st in den dunkel­sten Momenten. Sie kämpfte bis zulet­zt. Den­noch hat die Krankheit, ver­stärkt durch fehlende medi­zinis­che Hil­fen, ihr Leben viel zu früh been­det.

In jedem mein­er Vorträge, zum Beispiel auch in dem, den ich mit Birte Vier­mann im Sep­tem­ber vor Pal­lia­tiv- und Hos­pizmi­tar­beit­ern hielt, nehme ich Celines Geschichte mit.

Ein Funken Hoffnung im Dunkel

Zwis­chen Celins Tod im Sep­tem­ber 2025 und dem Erscheinen dieses Artikels geschah etwas beispiel­los His­torisches: Das Bun­des­forschungsmin­is­teri­um verkün­dete die „Nationale Dekade gegen Postin­fek­tiöse Erkrankun­gen“. Von 2026 bis 2036 ste­hen 500 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung – das größte staatliche Forschung­spro­gramm dieser Art weltweit.

Die Forschungsdekade: Ein Meilenstein

Nach jahrzehn­te­langer Ver­nach­läs­si­gung hat die deutsche Bun­desregierung erst­mals eine langfristige Forschungs­förderung für ME/CFS und Long-COVID im Bun­de­shaushalt fest­geschrieben. Jährlich sollen 50 Mil­lio­nen Euro fließen – für klin­is­che Stu­di­en, neue Ther­a­piean­sätze, Bio­mark­er-Forschung, Geno­m­analy­sen und KI-basierte Date­nauswer­tung. Experten beze­ich­nen dies als „his­torische Chance”, inter­na­tion­al eine führende Rolle einzunehmen.

Über 1,5 Mil­lio­nen Men­schen sind in Deutsch­land von postin­fek­tiösen Syn­dromen betrof­fen. Die gesellschaftlichen Kosten belaufen sich jährlich auf über 60 Mil­liar­den Euro. Die Dekade soll die frag­men­tierte Forschungs­land­schaft bün­deln und gezielt bio­medi­zinis­che Grund­la­gen­forschung fördern. Denn nur wenn die Ursachen und biol­o­gis­chen Prozesse ver­standen wer­den, kön­nen wirk­same Diag­nose- und Ther­a­piev­er­fahren entwick­elt wer­den.

Dazu ist es uner­lässlich, par­tizipa­tive Forschung auf höch­stem Niveau zu betreiben. Die Patien­tenor­gan­i­sa­tio­nen müssen zwin­gend in die Forschung einge­bun­den wer­den, um Schw­er­st­be­trof­fe­nen wie Celine über­haupt eine Chance des Über­lebens zu ermöglichen. Wir brauchen jet­zt Medika­mente für alle Betrof­fe­nen.

Und wir brauchen auch Gelder vom Gesund­heitsmin­is­teri­um, um Ärzte und Kranken­häuser zu schulen. Viele wis­sen immer noch nicht, was ME/CFS ist oder wie man mit dieser Erkrankung umge­hen soll. Die meiste Aufk­lärung betreiben nach wie vor die Betrof­fe­nen selb­st, z. B. über die Liegend­Demos.

Für Celine kommt diese Hil­fe zu spät. Aber vielle­icht – vielle­icht ret­tet sie das Leben eines anderen jun­gen Men­schen, der heute in einem abge­dunkel­ten Zim­mer liegt und hofft. Hofft, dass die Welt ihn nicht ver­gisst, hofft, dass die Medi­zin ihn nicht aufgibt, hofft, dass wirk­same Ther­a­pi­en kom­men.

Für meine Fre­undin Celine, damit dein Tod nicht umson­st war.
Deine Mol­ly


Danke, dass du diesen Artikel gele­sen hast. Hin­ter­lass mir in den Kom­mentaren deine Gedanken dazu. Erzäh­le es deinen Nach­barn, Fre­un­den und Fam­i­lien­mit­gliedern und teile diesen Beitrag, damit mehr Men­schen von dieser Erkrankung und von Celines Schick­sal erfahren.

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14 Kommentare zu „In Erinnerung an Celine (*29.08.1999 † 07.09.2025)“

  1. Hal­lo Mol­ly,

    Wirk­lich unglaublich, dass in Deutsch­land im Jahr 2025 eine junge Frau ver­hungern musste.

    Selb­st betrof­fen seit Jahrzehn­ten wahrschein­lich, mit schle­ichen­der Ver­schlechterung betreibe auch ich Aufk­lärung im Rah­men mein­er Möglichkeit­en.

    Jed­er der an/mit ME stirbt ist ein­er zuviel.

    Aber das sieht die Poli­tik anscheinend nicht (so) oder warum gibt es immer noch keine deutsch­landweite Aufk­lärungskam­pangne?

    Danke für dein Engage­ment.
    Danke für diesen ein­fühlsamen Bericht über eine KÄMPFERIN GEGEN ME❣️

    Wieviele Eltern sollen dieses Leid ihrer Kinder noch ertra­gen?

    Mir fällt dazu immer wieder “Unter­lassene Hil­feleis­tung des deutschen/weltweiten Gesund­heitssys­tems” ein

    1. Liebe Linde,

      Wie Recht du lei­der hast.

      Wir brauchen drin­gend eine — vom Staat organ­isierte und flächen­deck­ende — Aufk­lärungskam­pagne.
      UND eben­falls brauchen wir verpflich­t­ende Weit­er­bil­dun­gen für ME.

      Wir müssen endlich han­deln.

      Ich möchte Celine — wenn ich sie in unbes­timmter Zeit an einem unbes­timmten Ort, irgend­wo in diesem Kos­mos wieder sehe — sagen: dass es bess­er gewor­den ist. Das nun allen geholfen wer­den kann 🙏

      Danke, liebe Lin­da, für deinen Kom­men­tar und deine Aufk­lärungsar­beit 🫶

  2. Als selb­st Betrof­fen­er beschäftige ich mich seit nun­mehr 4 Jahren mit dem The­ma ME/CFS. Noch nie habe ich einen der­maßen ergreifend­en Bericht gele­sen, wie diesen. Mir tut Celines Schick­sal unendlich leid und ich trauere mit den Hin­terbliebe­nen. Kein Außen­ste­hen­der kann dieses Leid ermessen.

    Zudem schaue ich aber auch aus Sicht eines Funk­tionärs für den Fati­ga­tio e.V. auf diesen Blog­beitrag. Es ist unglaublich schw­er, der bre­it­en, gesun­den Masse die prekäre Sit­u­a­tion eines an ME/CFS erkrank­ten Men­schen näherzubrin­gen. Mol­ly macht da nicht nur jour­nal­is­tisch einen unglaublich guten Job, son­dern auch emo­tion­al.

    Liebe Mol­ly — hab tausend Dank für deine her­vor­ra­gende, mit­füh­lende und pro­gres­sive Arbeit — du bist ein Vor­bild für mich!

    1. Lieber Mar­cus,
      vie­len Dank für deine anerken­nende Wertschätzung.
      Danke für dein Mut­machen, Danke für dein Mit­ge­fühl.
      Es ist mir eine Freude mit dir (und allen anderen) im Fati­ga­tio e. V. zusam­men­zuar­beit­en.
      Ich wün­sche mir, dass wir gemein­sam mehr Bewusst­sein schaf­fen für die Welt außer­halb der ME-Bub­ble.

  3. Sibylle_on_the_other_side

    Trau­riger & wichtiger Artikel/Blog. Vie­len Dank dafür. Er zeigt mir aber auch wieder, was ich z.B bei Celine so nicht wusste, dass
    Erkrankun­gen wie Bor­re­liose, die sie ja auch hat­te, eben­falls drin­gend Forschung brauchen. Es ist ver­trackt, das alles mit ME/CFS zusam­men­z­u­fassen. Genau­so wie für ME brauchen wir klare diag­nos­tis­che Mark­er auch für die Trig­ger, denn diese sind bei Bor­re­liose (&Co, Bor­re­liose kommt sowieso nie alleine) schwierig und wir brauchen dem­nach eben auch Erforschung von Ther­a­pi­en in allen Bere­ichen. Es ist drama­tisch wenn auf Bor­re­liose und die Keil­bein­höh­le­nentzün­dung noch dazu eine Covid Infek­tion oben drauf kommt, wie bei Celine. Dies allein sind 3 Mega Hits. Wir soll­ten auch das Augen­merk auf Erkrankun­gen leg­en, wie MCAS
    (Ver­hungern (), aber auch POTS, Small Fiber
    unter die Lupe nehmen, aus­gelöst durch
    ‘infek­tiöse’ aber auch durch ’nicht — infek­tiöse’ Trig­ger — diese fall­en ja lei­der über­all hin­ten runter und damit Aber-Tausende Betrof­fene. Es gibt so viele Betrof­fene, die haben entwed­er den einen Schlag, den einen ‘hit’ und gle­ich mehrere Erkrankun­gen als Resul­tat oder aber andere Betrof­fene erlei­den mehrere ‘hits’ sowohl
    ‘infek­tiöse’ als auch ’nicht-infek­tiöse’, Stich­wort Unfalle, Oper­a­tio­nen, Umwel­t­ex­po­si­tio­nen, Medika­menten­vergif­tung, wie z.b Flu­o­rchi­nolone, Metron­ida­zole usw., Imp­fun­gen, dann: die Hal­swirbel­saule (CCl)), wober CCl sowohl durch
    ‘infek­tiöse’ als auch ’nicht-infek­tiöse’ Aus­lös­er entste­hen kann usw. und auch diese Betrof­fene mehrerer mul­ti-sys­temis­ch­er Erkrankun­gen in der Forschung berück­sichtigt wer­den müssen und drin­gend Hil­fe brauchen. Es ist sel­ten das Eine.
    Wir haben auch nicht alle das Gle­iche. Uns eint aber die drama­tis­che Tat­sache, dass wir alle unter­ver­sorgt oder gar nicht ver­sorgt sind.

    Tragisch, dass auch Celine so jung gehen musste, weil das Gesund­heitssys­tem einem keine Behand­lung, keine Ver­sorgung zur Ver­fü­gung stellt. Ver­hungert, wie Maeve, ja, oder wie Judith, wenn Judith nicht die Reißleine durch #assistierten­Suizid gezo­gen hätte. Es ist so bit­ter, alles. Danke für den Text, liebe Mol­ly und auch, dass du den Film “Chro­nisch Krank, Chro­nisch Ignori­ert” mit der Aus­sage von Sean zitiert hast.

    1. Liebe Sibylle,
      danke für deine vie­len wichti­gen und richti­gen Worte.
      Ja, ich hat­te auch daran gedacht Judith zu erwäh­nen — und genau wie du eben, den assistierten Suizid zu schildern. Judith wusste, was auf sie zugekom­men würde und hat sich anders entsch­ieden. Dazu braucht es einen eige­nen Blog­beitrag.
      Euer Film ist eine Mega Doku­men­ta­tion. Die werde ich sich­er öfter noch erwäh­nen.
      Danke zurück an Dich für deine Aufk­lärungsar­beit.
      Beste Grüße Mol­ly

  4. Lieben Dank für deinen per­sön­lichen Nachruf und stetiges Aufk­lären von Me CFS liebe Mol­ly.
    Ich teile deine Gedanken, es ist ein­fach unfass­bar, welch­es Leid Celine erfahren musste, im Jahr 2025 in Deutsch­land ! — 56 Jahre !!! nach WHO Fest­stel­lung von ME CFS als schwere neu­roim­mu­nol­o­gis­che Erkrankung.

    Celines Schick­sal darf sich nicht wieder­holen. RIP

    1. Danke liebe Mar­ti­na, für deine Anteil­nahme.
      Ja, es kann wirk­lich nicht wahr sein, dass sich selb­st nach 56 Jahren der ICD Klas­si­fizierung nichts getan hat.
      Als 1955 der große Aus­bruch im Roy­al Free Hos­pi­tal, in Großbri­tan­nien, stat­tfand, hat­te man sich den Meilen­stein der WHO 1969 gefeiert.
      Wie ent­täuscht und trau­rig müssen die Men­schen damals gewe­sen sein, dass sich den­noch nichts verän­dert hat.

  5. DANKE 🙏🏻 von ganzem Herzen!!!,
    Du, liebe Mol­ly, bringst Licht ins Dunkel. Durch dein Mit­ge­fühl, dein Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl und deine Offen­heit machst du das Leid dieser Krankheit bekan­nt. Aber du bleib­st nicht beim Leid ste­hen, obwohl du für dich selb­st auch kämpfen musst, du machst aufmerk­sam und du kämpf­st und du schulst. Ich bin dir so dankbar für all dein Wirken. Celines Tod geht auch mir nach. Sei getröstet und bleib selb­st behütet. Ein wenig kann ich auch wirken. Als Hos­pizbe­glei­t­erin kann ich deine Infos, ins­beson­dere die, dass der SAPV und die Hos­pize unsere Schw­er­sterkrank­ten ver­sor­gen dür­fen, weit­ergeben. Unser Hos­pizvere­in war für diese pos­i­tive Auskun­ft sehr dankbar.
    Ich drück dich von Herzen ♥️
    Ani­ta, pfle­gende Mama von Anna (ME/CFS erkrankt, 34 Jahre)

    1. Liebe Ani­ta,
      Danke viel­mals für deine Wertschätzung. Da habt auch ihr schwere Päckchen zu tra­gen. Ich habe größtem Respekt vor deinem Job und bin sehr dankbar, dass Men­schen wie dich gibt. 🫶🫂🙏
      Beste Grüße, Mol­ly

  6. Ein sehr bewe­gen­der Artikel, vie­len Dank dafür. Ich hoffe, dass sich für alle Betrof­fe­nen und deren Ange­hörige etwas bewegt.

    Ruhe in Frieden Celine.

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